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Vorbereitungen für das Windows 10 April Update

Regelmäßig alle sechs Monate rollt Microsoft größere Upgrades für Windows 10 aus. Jetzt ist es wieder so weit: Unter dem Namen April Update wird die Version 1803 verteilt. Wer ein paar Tipps bei der Vorbereitung seines Computers beachtet, wird keine Probleme damit haben.

Datenträgerbereinigung – sicher und effizient

Mit einem Feature Upgrade wird trotz des harmlos klingenden Namens im Grunde das gesamte Betriebssystem neu installiert – auf Basis der vorhergehenden Version. Das ist ein datenintensiver Vorgang, der an die Speicherkapazität von Notebook und PC höhere als die alltäglichen Ansprüche stellt. Je nach Umgebungsvariablen braucht man ca. 7-10 GB freien Platz. Besonders auf einem Tablet oder Notebook mit kleiner SSD und vielen Programmen droht das Upgrade daran zu scheitern. Statt nun massenhaft Daten zu löschen oder Programme zu deinstallieren, kann man mit der Datenträgerbereinigung von Windows Speicherreserven freischaufeln. Das Tool ist sicher und gehört zur Grundausstattung von Windows.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Explorer auf das Systemlaufwerk (in der Regel C:) und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag Eigenschaften. In dem neuen Fenster klicken Sie auf die Schaltfläche Bereinigen. Nun erscheint in dem Dialog Datenträgerbereinigung für Windows eine Liste, in der verschiedene Arten von Dateien ausgewählt werden können, die gelöscht werden sollen. Neben jedem Eintrag ist angegeben, wie viel Platz diese Daten aktuell belegen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit Klick auf Systemdateien bereinigen weitere Platzfresser aufzuspüren. Hier verbergen sich häufig alte Installationspakete früherer Upgrades. Ein Klick auf die Schaltfläche stößt zunächst eine Analyse an, anschließend landet man automatisch wieder in der Auswahlliste. Wählen Sie alles aus, was Sie nicht mehr brauchen, und starten Sie die Reinigung mit Klick auf OK. Bei der ersten Durchführung kann der Speichergewinn 10 GB und mehr betragen – das Upgrade kann kommen.

Virenscanner deinstallieren, Peripheriegeräte und Festplatten abklemmen

Scheinbar unerklärliche Abbrüche plagen Nutzer beim halbjährlichen Upgradeprozess immer wieder. Es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass Virenscanner von Drittherstellern oftmals die Ursache sind. Daher der Ratschlag: Deinstallieren Sie vor dem Upgrade fremde Sicherheitstools, nutzen Sie dafür die speziellen Deinstallationsprogramme der Hersteller. Der Windows Defender springt von alleine an und reicht für die Dauer des Upgrades vollkommen aus. Für die meisten Nutzer lohnt es sich ohnehin nicht mehr, fremde Sicherheitslösungen zu kaufen. Sie bieten zwar einen größeren Funktionsumfang als kostenlose Lösungen, aber der Nutzen der Zusatzfunktionen ist zumindest zweifelhaft und in puncto Sicherheit ist der Defender mit den kostenpflichtigen Programmen gleichauf.

Störungen im Upgrade können auch von angeschossener Hardware verursacht werden. Scanner, Drucker, externe und leider auch interne Festplatten (außer der Systemplatte) haben schon Abbrüche hervorgerufen. Unkomplizierte USB-Geräte trennt man also vorab vom PC. Gegebenenfalls muss man auch das SATA-Kabel interner Platten ziehen.

Datensicherung!

Man kann es nicht oft genug sagen: Ein Upgrade des laufenden Betriebssystems ist wie eine Operation am offenen Herzen – so etwas kann leider schiefgehen und mit Pech lässt sich das alte System nicht mehr reparieren. Spätestens das anstehende April Upgrade ist also ein guter Zeitpunkt, mal wieder eine externe Datensicherung anzulegen, z. B. auf einem NAS oder mit DVDs. Im Notfall hat man damit alle wichtigen Dinge griffbereit. Das nackte Betriebssystem lässt sich unkompliziert komplett neu aufsetzen. Bei Fragen dazu oder zur Vorbereitung des Upgrades hilft Ihnen Herrmann CIS kurzfristig gerne weiter!